Vollnarkose:

 

Betäubung stört Hirnkommunikation

 

Bis heute ist nicht ganz klar, wie eine Vollnarkose funktioniert. Nun vermuten Forscher den Wirkmechanismus in der Störung der Kommunikation verschiedener Hirnareale untereinander

 

Seit mehr als 150 Jahren gehört die Vollnarkose zu den medizinischen Standardverfahren. Wie genau Narkosemittel wirken, ist jedoch unbekannt. Forscher des Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA) konnten nun zeigen, dass die Mittel offenbar die Kommunikation verschiedener Hirnareale unterbrechen.

Sie maßen mithilfe spezieller Elektroden die Hirnströme von Patienten, die eine Narkose erhielten. Die Aktivität der Nerven nahm in verschiedenen Arealen unterschiedlich schnell ab. Die Ergebnisse könnten helfen, Narkosen besser zu überwachen, glauben die Forscher.

02.03.2013, Bildnachweis: Stockbyte/RYF

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