Haarpflege:

 

Schönes Haar, graues Haar

 

Ganz selbstbewusst den weißen Schopf zeigen oder graue Strähnen färben? Egal, wie Sie sich entscheiden: So ist Ihr Haar immer perfekt gepflegt

 

Die einen haben bereits mit Anfang 20 erste Silber­fäden im Haar. Manche Glückspilze bekommen erst mit 70 einen weißen Schopf. Früher oder später erwischt es jeden. Doch warum werden wir überhaupt grau? Der Farbstoff der Haare besteht aus Melanin. Mit den Jahren wird dieses Farbpigment vom Körper immer weniger gebildet. Dies führt dazu, dass das Haar farblos wird. Korrekt formuliert gibt es also eigentlich keine grauen Haare. Lediglich die Mischung aus pigmentierten und nicht pigmentierten Haaren führt zu einem grauen Erscheinungsbild.

Wie schnell wir zum Silberfuchs werden, steht von Geburt an fest. Die Aktivität des Enzyms, das Melanin bildet, ist genetisch festgelegt. Damit lässt sich erklären, warum Menschen unterschiedlich schnell ergrauen. Weniger aktiv zeigen sich im Alter auch die Haarwurzeln, die Keratin produzieren, die Grundsubstanz des Haars. Unschönes Ergebnis: Das Haar wird dünner und weniger, seine Struktur rauer. Aber keine Bange: Auch jenseits der 40 können Haare – unabhängig von Farbe oder Beschaffenheit – fantastisch aussehen.

Damit graue oder weiße Haare nicht langweilig wirken, braucht man in erster Linie den richtigen Schnitt. Durchgestufte und frech gestylte Kurzhaarfrisuren sind dafür optimal. Sie stehen besonders sportlichen Frauen, wirken frisch und lenken etwas vom Alter ab. Feminin wirkenden Frauen raten Experten, die Haare etwas länger zu tragen – maximal bis zu den Schultern. Besonders schön: ein klassischer Bob.

Ein schöner Übergang von gefärbtem Haar zu elegantem Grau gelingt mithilfe von Strähnen, die vom grauen Haaransatz in das noch kolorierte Haar gesetzt werden. Bei blondiertem Haar fällt der Wechsel meist nicht so stark auf. Aber auch bei dunklen Haaren ist die Durststrecke überschaubar, ermuntern Frisurexperten: Haare wachsen bis zu eineinhalb Zentimeter im Monat. Überbrückt man drei bis vier Monate mit Strähnen und lässt sich dann die Haare kurz schneiden, sind die gefärbten fast alle weg.

Ob kurz oder lang: Graue Haare sind anspruchsvoll und nehmen Pflegefehler übel. Deshalb eignen sich Pflegeprodukte mit sanften Tensiden und stärkenden Pflanzenextrakten wie Salbei oder Rosmarin. Sie sind ideal, weil sie das mit zunehmendem Alter eher trockene und empfindliche Haar mit viel Feuchtigkeit versorgen.

Weißes Haar kann einen unschönen Gelbstich bekommen. Empfehlenswert sind dann Shampoos, die einen kleinen Anteil blauen Farbstoffs enthalten. Er neutralisiert den Gelbstich und sorgt für einen tollen Silberglanz. Pflegeplus: Benutzen Sie regelmäßig eine zum Shampoo passende Haarkur. Etwa einmal im Monat sollten Sie Ihrem Schopf eine nährende Haarkur gönnen, zum Beispiel mit Weizenproteinen oder ätherischen Ölen. Einfach nach der Wäsche in das handtuchtrockene Haar geben, 5 bis 15 Minuten einwirken lassen und gründlich ausspülen.

27.02.2013, Bildnachweis: Banana Stock/RYF

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